Cochins



Die Cochins erhielten diesen Namen fälschlicherweise nach einem Landstrich gleichen Namens in Hinterindien, als sie aus China erstmals, allerdings glattfüßig, 1843 nach England gelangten. 1847 folgten belatschte Vertreter des Riesenschlages als Importe aus Shanghai nach England, doch blieb es beim Namen Cochin. Schon 1850 konnten sie im Berliner Zoologischen Garten bewundert werden. Cochin sollen vital, als Küken leicht aufziehbar sein und sich durch reichlichen Fleischansatz auszeichnen. Brutlust ist noch stark vorhanden. Bedingt durch ihre Größe und Masse überfliegen Cochin selbst niedrige Zäune nicht. Sie stellen sich mit großformatiger Gestalt und niedriger Haltung als Typ behäbiger Ruhe dar. Dazu trägt der sehr breite, massige und kräftige Körper mit der tief herabgezogenen Unterlinie ebenso bei wie das üppige, daunenreiche Gefieder, das die ausgeglichene, abgerundete Figur begünstigt. Reich befiedert sollen die Läufe sein, wobei die Federn, die 3. und 4. Zehe bis zum Zehennagel erfassend, gutüberbaut liegend die Latschen bilden. Der Schwanz ist sehr kurz, aber reichlich mit weichen Sichelfedern besetzt, so daß die Steuerfedern im Verein mit dem gut und bauschig befiederten Sattel ganz oder zumindest fast ganz von diesen eingehüllt werden. Den trotz des großen Körpers verhältnismäßig kleinen, zierlichen Kopf zieren der Einfachkamm sowie rote Ohr- und Kehllappen. Die Augen sind orangerot und liegen etwas tief im roten Gesicht. Der reich befiederte Hals ist kurz und gedrungen. Die Henne wirkt infolge noch niedrigerer Stellung, gedrungenerem Hals, kürzerem Schwanz, dessen höchster Punkt in der Mitte der Rücken-Schwanz-Linie liegt (Cochinkruppe), noch massiger und gedrungener. Das Gefieder ist infolge der weichen Federn und des hohen Anteils von Flaumfedern üppiger.

Farbenschläge: Gelb, schwarz, weiß, goldhalsig, blau, gesperbert, und schwarz-weiß-gescheckt.



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© 2001-2002 Lukas Kiefer, Schönau Last Update: 30/11/01