Chabos




(Chabos silberweizenfarbig gelockt; Züchterin Anette Schroeter aus Klütz)

Japan, das Ursprungsland der Chabos, erscheint uns heute zwar nicht mehr so geheimnisvoll wie noch vor einem Jahrhundert, denn sein Gesicht hat sich gewandelt; doch seine alte, auf hoher Stufe stehende Kultur und Züchtungskunst verlor für uns nicht ihren außergewöhnlichen Reiz.
Die Gestaltung ist eigenartig. In der Hauptsache sind nur die Küstenstriche bewohnbar, da sonst alles karger Fels ist. Der für eine Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Boden ist knapp und daher kostbar. Die stark räumliche Beschränkung hat dazu beigetragen, dass eine besonders feinsinnige asiatische Kultur in der Kleinkunst entstehen konnte. Dem Hang der Japaner zur Natur und ihrer Meisterschaft in der Verzwergung. Für diese Umgebung schienen auch die Chabos besonders erzüchtet worden zu sein. Mit den kurzen Läufen und dem hochstehenden Schwanz passen sie eben in das japanische Milieu.
Im Jahre 1860 wurden die Chabos nach Deutschland eingeführt.
Das Zuchtziel ist vorrangig die typische Form der Rasse. „Die kleine Groteske“, bei einer Legeleistung von ca. 80 Eiern im Jahr, Bruteier-Mindestmasse 28 g, Schalenfarbe der Eier weiß.
Der Gesamteindruck: Kleine, sehr tiefe Gestalt, hervorgerufen durch die sehr kurzen Läufe, der sehr große aufrecht getragene Schwanz, bedingt mit dem sehr kurzen Rücken und dem kurzen, gedrungenen, federüppigen Hals, von der Seite gesehen die Form eines schmalen „U“. Der Kamm ist besonders beim Hahn sehr groß. Im Gegensätzlichen der Körperteile liegt die Eigenart der Chabos. Der Hahn hat ein Gewicht von 600 g, die Henne von 500 g.
Folgende Farbschläge sind mir bekannt: weiß, schwarz, blau, weiß mit schwarzem Schwanz, gelb mit schwarzem Schwanz, schwarz mit weißen Tupfen, gesperbert, schwarz-goldhalsig, schwarz-silberhalsig, rebhuhnfarbig, dunkel, silber-weizenfarbig, gold-weizenfarbig und porzellanfarbig.
Es gibt die Chbos vom Gefieder her, in glatt, in gelockt und in seidenfedrig. 

Empfehlen kann ich das Buch 'Chabos' von Christian Scheiding; Verlagshaus Reutlingen Oertel + Spörer


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© 2001-2002 Lukas Kiefer, Schönau Last Update: 30/11/01